Mit einem Berliner ins Neue Jahr

Was wäre Silvester ohne den Berliner? Schließlich gehört Schmalzgebackenes zu einer Neujahrsfeier einfach dazu. Alljährlich wird das Neue Jahr mit Böllerschüssen und Silvesterknallerei freudig und lautstark begrüßt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt allerdings, dass es beim Jahreswechsel nicht immer so munter zuging. Früher diente das Feuerwerk nämlich dazu, mit Peitschenknall und großem Lärm böse Geister zu vertreiben und die Dunkelheit mit der Hilfe brennender Holzräder zu besiegen. Erst nach und nach wandelte sich die Angst in Vorfreude auf das Neue Jahr. 

berliner_gross.jpg

Bestandteil einer jeden Silvesterfeier sind dabei Berliner. Das leckere Süßgebäck hat in verschiedenen Regionen Deutschlands jedoch auch andere Namen. Vor allem Pfannkuchen, Krapfen, oder Kreppel sind weit verbreitet. Dabei ist nicht nur die Namensgebung sehr variantenreich: Zum Jahresende wird es in den Kamps Bäckereien ein erweitertes Berliner-Sortiment mit vielen köstlichen Spezialitäten geben.

Aber warum heißt ein „Berliner“ in Berlin eigentlich Pfannkuchen? Einer Legende nach ist ein kriegsuntauglicher Berliner Bäckerjunge Erfinder des leckeren Schmalzgebäcks. Er soll als Feldbäcker beim Regiment unter Friedrich dem Großen ein rundes Hefefettgebäck hergestellt haben – nach dem Vorbild einer Kanonenkugel. Es wird vermutet, dass die heißen Ballen in mit heißem Fett gefüllten Pfannen gebacken wurden und so der Begriff des Pfannkuchen entstanden ist. Nichtsdestotrotz wird man in weiten Teilen der Bundesrepublik verstanden, wenn man in einer Bäckerei ganz einfach einen „Berliner“ bestellt.

Und hier noch ein kleiner, informativer Nachschlag: Der Name Silvester geht auf den Todestag von Papst Silvester I. zurück. Er organisierte seinerzeit die römische Kirche neu und legte den Grundstein für die Entstehung des späteren Kirchenstaates – dessen Nachfolgerin die heutige Vatikanstadt ist. 

Zurück